Plenumsrunden (Ple)

Nach Buber ist die Biographie eines Menschen das Zwiegespräch als personale Antwort auf die Aufgaben, die das Leben jedem zuschickt. Dieser Dialog vollzieht sich ereignishaft in jeder (Lebens-)Situation, als „Begegnung“ in jedem Augenblick. Für die Lernenden ist eine Schule wünschenswert, in der Zeiten für echte dialogische Begegnungen existieren, Beziehungen gelebt werden.

 

Der Lehrer bleibt im Lernsystem Le.Ple.fE nicht nur Beobachter und Begleiter von Lernprozessen, er involviert sich temporär vielmehr als echter Dialogpartner und wendet sich ganz dem einzelnen Kind sowie der Gemeinschaft zu. Plenumsrunden geben den Lehrkräften die Möglichkeit, das große Gemeinsame zu inszenieren, Raum für das Gruppengespräch und für Würdigung gelungener Prozesse und Produkte zu schaffen. Durch Reflexionsphasen und ausgewählte Feedbackverfahren werden die Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen angeleitet, über sich selbst und das Geleistete nachzudenken und sich einzuschätzen. Idealerweise gelingt es zudem, in Achtsamkeit die gemeinsame Runde zu Ritualen und Feiern zu nutzen.

 

Einführungsrunden

Einführungsrunden dienen dem Prozessauftakt bzw. einem gemeinsamen Lernbeginn. Sie eröffnen neue Lernleiterteile oder Lernkisten, klären organisatorische Fragen und erinnern an gemeinsame Regelungen für sinnstiftendes Arbeiten. Dabei folgen sie Mustern einer konstruktivistischen Didaktik und stellen Fragen und Dialog (nach Bohm) in den Vordergrund.

Darbietungen

Darbietungen ermöglichen der Lehrperson die Vorstellung neuer Sachverhalte, Impulsarbeit durch Zeigen oder Vormachen, Erarbeiten in echten Dialogen. Sie führen den für bestimmte Ziele bewährten Fortalunterricht konsequent fort und berücksichtigen dabei Maßgaben der positiven Psychologie, der Beziehungsdidaktik sowie Kinesik und Proxemik.

Abschlussrunden

Den Abschluss von Lernprozessen leiten Dimensionen authentischer Würdigung sowie zielgerichteter Reflexion und methodisch gestützten, altersgerechten Feedbacks.

Mit Hilfe von Bodenkarten und Bildern blicken die Lerner u.a. auf ihre Lernprozesse und setzen sich neue Ziele.