Lernleitern (Le)

Systematisch Lernen

 Im Lernen mit Lernleitern leiten die Schülerinnen und Schüler selbst mit Hilfe von ihr flexibles Lernen – alleine, zu zweit, in der Kleingruppe oder Lehrer basiert. Die natürliche Heterogenität von Klassen oder Lerngruppen wird durch diese Methode auch von Lehrern mit weniger Erfahrungen in offenen Unterrichtsformen bearbeitbar und methodisch abgesichert.

 

Im Lernsystem wird darüber hinaus auf die Anlage induktiver Lernwege geachtet. Der Lernimpuls geht so in erster Linie von lebensweltlichen Phänomenen, Problemen oder Fragestellungen aus, zu denen es Antworten zu finden oder Hypothesen zu generieren und zu überprüfen gilt. Dies wird dem Aktivitätsanspruch der Sinnhaftigkeit, die bereits in der Salutogenese als Prinzip für ein gelingendes Leben empirisch nachgewiesen ist, gerecht.

 


Jahres- und Themenleitern

Lernleitern verstehen sich dabei als größere strukturierende Einheiten. Sie brechen den Jahres- oder Zweijahreslehrplan eines Faches um in einen Fachlernplan oder können Teile einer Lernlandschaft darstellen und somit als thematische Leiter fungieren.

 

Strukturell verfolgen alle Varianten dasselbe Ziel: Jeder Lerner folgt dieser Lernleiter, allerdings bleibt er in seiner zeitlichen Eigendynamik und nutzt innerhalb der kleineren Aktivitätseinheiten, „Milestones“ genannt, die materialisierten Aufgaben bzw. Aktivitäten.

 

Milestones

Eine Milestoneabfolge kann dabei linear im Nacheinander oder systemisch in der Auswahl der Reihenfolge angelegt werden und lässt so dem Lerner themen- und lerngruppenbezogen größere oder kleinere Freiheiten.

 

Inhärente Kriterien für die Lernprozessanlage im Lernen mit Lernleitern sind Stringenz der Aktivitäsabfolgen, Kleinschrittigkeit, Variabilität und Flexibilität. Durch ihre große Klarheit leiten alle Prozessbeteiligten lassen gleichzeitig sowohl Lernern als Lehrern die für die Arbeit mit dem Lernsystem notwendigen eigenen Optionen.

 

 

Aktivitäten

Die Aktivitäten in den Lernleitern sind so angeordnet, dass sie zeitgleich individuelle und gemeinschaftliche Bildungsprozesse ermöglichen, die über ein den Lernleitern immanentes Zeichensystem gesteuert werden. Es wird darauf geachtet, dass Lernaufgaben kleine, bedeutsame, machbare und freudvolle Aktivitäten sind.

 

Die Arbeit mit anderen ist konsequenterweise kooperativ angelegt. Nur wenn eine Aufgabe wirklich ausschließlich gemeinsam überhaupt oder zumindest besser als alleine gelöst werden kann, ist die Wahl der Sozialform Gruppenarbeit sinnvoll.