Lernen und Lehren mit Le.Ple.fE

flexibles Lernen professionell gestalten

Bildungseinrichtungen national und international sehen sich im 21. Jahrhundert vor die bedeutsame Aufgabe gestellt, Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Lernern wertschätzend zu begegnen und ihnen flexible Angebote für ihr individuelles und gemeinsames Lernen bereit zu stellen. Durch das Lernsystem LePlefE  wird Unterrichten in den unterschiedlichen regionalen, sozialen und kulturellen Kontexten professionell möglich.  Das Lernsystem LePlefE gründet auf der indischen MultiGradeMultiLevel-Methodology (MGML) von RIVER. Sie  ist eine aus Indien stammende Methode für altersgemischtes (multigrade) und leistungsheterogenes (multilevel) Arbeiten. 

 

Wichtige Bestandteile des Lernsystems LePlefE sind Lernleitern  (Le), Plenumsrunden (Ple) sowie freie Elemente (fE). Erstere greifen  die individuellen und gemeinschaftlichen Lernbewegungen auf und stützen so professionell flexibles Lernen. Lernleitern bilden die Grundlage für vollindividualisierten und konkreativen (gemeinschaftlich schöpferischen) Unterricht. Gestützt durch Lernleitern erwächst gemeinschaftliches Lernen und Lernen alleine, mit und ohne Begleitung durch die Lehrperson. Die Lerner können so ihre vielseitigen Potentiale entfalten, die sich so vielfarbig zeigen wie die Farben unseres Logos.

 

Mit Hilfe eines komplexen strukturierenden Verfahrens werden durch Lernleitern Lerninhalte für Lern- und Konstruktionsprozesse systematisiert und über Freiarbeitsmaterial in verschiedenen sozialen Arrangements angeboten.

 

In Plenumsrunden werden Prozesse reflektiert, Inhalte gemeinsam verdichtet, Lernprodukte gewürdigt.

 

Freie Elemente ergänzen das Ganze zu einem komplexen, flexiblen System. Die kleinen methodischen Formen wie kooperatives Lernen finden sowohl Eingang in das Lernen mit Lernleitern als auch in Unterrichtsphasen wie Projektlernen oder Vernetzten Unterricht.

Die in Indien von einem Lehrerehepaar entwickelte MGML-Methode wurde 2002 von Dr. Ralf Girg entdeckt und nach Deutschland gebracht.

 

Aus der indischen Grundkonzeption entstanden zunächst unterschiedliche Variationen. Wissenschaftler der Universitäten Regensburg (Schulpädagogik) und der Universität Würzburg (Pädagogik bei Verhaltensstörungen) unterstützt die Implementierung durch Qualifizierungsangebote und wissenschaftliche Dokumentation seit 2006.

 

Das Lernsystem LePlefE stellt eine konsequente Weiterentwicklung von Prof. Dr. Ulrike Lichtinger und Antonie Höldrich mit ihrem Team dar. Ulrike Lichtinger hat mit ihrem Ruf an die Pädagogische Hochschule Vorarlberg das Lernsystem auch nach Österreich gebracht. Dort wird es im Kontext von Unterrichtsentwicklung weiter nutzbar gemacht.